Hicksches Gesetz / Gesetz von Hick

William Hick (ein britischer Psychologe) untersuchte in den 50er Jahren die Geschwindigkeit des Wahrnehmungs- und Informationsverarbeitungsprozesses. Bei seinen Experimenten stellte er die Aufgabe, eine bestimmte Information aus einer Liste von Informationen auszuwählen. Er maß Änderung der Selektionsdauer, wenn die zu durchsuchende Liste vergrößert wurde [1]. Die Auswertungen der Experimente ergaben eine logarithmische Kurve, die er mit folgender Formel für die Entropie der Entscheidung annähern konnte:

Formel im MathML Format (nicht in allen Browsern funktionsfähig):

H=inpilog2(1pi+1)

Formel als Image-Datei:

Die Entropie H ergibt sich aus der Summe der Wahrscheinlichkeiten (pi) der möglichen Auswahlen (i) multipliziert mit einem logarithmischen Wert (wobei n die Anzahl der Möglichkeiten darstellt). Der Logarithmus deutet dabei auf die Tatsache hin, dass wir Menschen in Listen nicht linear suchen. Wir versuchen vielmehr, diese in Kategorien zu gliedern. Dadurch können wir in jedem Schritt die Hälfte der Möglichkeiten ausschließen.

Bemerkung:
In der HCI wird das Hicksche Gesetz z.B. dafür verwendet, verschiedene Menüaufteilungen in grafischen Benutzeroberflächen zu vergleichen und entscheiden zu können, welche am effektivsten ist.

[1]: William Edmund Hick. On the rate of gain of information. Quarterly Journal of Experimental Psychology, 4(1):1126, 1952.

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