XML Tools Plugin für Notepad++

In einer Vorlesung zum Thema XML habe ich nach einem freien Texteditor gesucht, der Text-Hervorhebungen für XML besitzt, eine Prüfung auf Wohlgeformtheit durchführen kann und auch eine Validierung (z.B. mit einer DTD) durchzuführen vermag. Nach kurzer Recherche bin ich auf ein Plugin für den Notepad++ gestoßen, den ich seit Jahren gern verwende.
Das Plugin ließ sich problemlos installieren und brachte tatsächlich die Funktionen mit sich, die ich haben wollte.
In den ersten Vorlesungsstunden funktionierte alles wunderbar. Die Wohlgeformtheit von XML-Dokumenten konnte überprüft werden, wir entwickelten eine CSS-Datei zum Anzeigen im Browser und machten uns schließlich an das Schreiben einer DTD für die XML-Datei.
Plötzlich hatten die Studenten teilweise Dateien, die von Notepad++ bzw. vom Plugin nicht gefunden werden konnten, wenn man eine Validierung durchführen wollte. Es erschien immer ein Popup mit der Meldung „Unable to load the DTD xyz.dtd“. Beim Durchsehen der Dateien fiel mir nichts besonderes auf. Auch im Netz wurde ich nicht fündig, es gibt zwar ein paar (schon ältere) Fragen bezüglich dieses Fehlers, aber ich fand keine Antwort.
Also blieb mir nichts anderes übrig als zu Hause ein Weilchen herumzuprobieren. Zuerst dachte ich, es liegt vielleicht an der Kodierung der Zeichen in der Datei. Das half aber auch nichts.
Die Lösung war schließlich, dass es mehr als eine Fehlerquelle gab. Dies zeigt wieder einmal, dass Fehlertexte den Fehler doch besser beschreiben sollten (und vor allem verschiedene Fehler unterscheiden sollten).

  1. Das Plugin reagiert in der DTD auf jeden Fehler, d.h. sobald eine Klammer fehlt, ein falsches Zeichen enthalten ist oder ähnliche kleine Fehler enthalten sind, wird der oben genannte Fehler ausgegeben. Sind alle Fehler behoben, geht es wieder.
  2. Die zweite Fehlerquelle ist tatsächlich die Kodierung: Mit UTF-8 kodierte dtd-Dateien wollte das Tool nicht lesen, nur mit ANSI kodierte dtds (die keine Fehler enthalten), konnten für die Validierung einer XML-Datei verwendet werden.

Disparität und das Daumenexperiment

Es ist immer wieder schön, was für einfache Experimente man ohne Hilfsmittel zur Wahrnehmung machen kann. Hier eines zur Disparität der visuellen Wahrnehmung.

Aufgrund des Abstandes zwischen den beiden Augen nehmen wir zwei leicht unterschiedliche Bilder auf den Netzhäuten wahr. Mit dem Daumenexperiment lässt sich dieser Unterschied leicht feststellen: Streckt man den Daumen vor dem Kopf nach oben und schließt zuerst nur das rechte und dann nur das linke Auge, scheint der Daumen im ersten Fall im Vergleich zum Hintergrund weiter rechts als im zweiten (siehe Abbildung).

Die immer wieder sehr populären Stereogramme fanden früher für Versuche zur Disparität Verwendung. Man betrachtet zwei sich gering unterscheidende Bilder relativ nah vor den Augen und versucht, durch sie hindurchzuschauen. Wenn man diesen starren Blick schließlich erreicht hat, erhält man einen 3D-Effekt. Man schaltet dabei die Konvergenz der Augen ab.

Dissertation veröffentlicht

Endlich geschafft – meine Doktorarbeit ist veröffentlicht:

Die Dissertation mit dem Titel „Der Interaktionsprozess bei Tangible Interaction – Entwicklung und Analyse eines Interaktionsmodells – Richtlinien zur Verwendung beim Design“ ist erhältlich im Verlag Dr. Hut mit der ISBN 978-3-8439-0836-8.

Abstract
Tangible Interaction ist als Teilgebiet der Human Computer Interaction ein multidisziplinäres Gebiet. Seit den ersten Prototypen von Systemen mit Interfaces, welche durch ihre Verkörperung von digitalen Informationen in der Realität eine einfachere Möglichkeit der Manipulation darstellen, wuchs das Anwendungsgebiet fast explosionsartig.
Neuartige Technologien erlauben günstigere und kleinere Sensoren und größere Bildschirme, so dass immer neue Möglichkeiten für die Interaktion zwischen Mensch und Computer entstehen.
Diese Arbeit befasst sich mit der Entwicklung eines generischen Modells des Interaktionsprozesses von Tangible Interaction.
Mithilfe des Modells kann der Prozess auf kritische Stellen hin untersucht werden. Diese wiederum bieten einen Ansatz, um das Design von Tangible Interaction Systemen durch Designrichtlinien zu optimieren.

Bewertung durch Studenten

Obwohl jede Uni und Hochschule ihre eigenen Umfragen zu Kursen und Vorlesungen hat, lese ich auch gern die Einträge von Studenten in meinen Profilen auf meinProf.de, einer Plattform, wo Studenten verschiedene Aspekte des Unterrichts bewerten können, z.B. Fairness, Unterstützung, Material, Verständlichkeit, Spaß und Interesse. Besonders interessant für mich sind aber die Freitext-Felder, da die Studenten hier manchmal gute Vorschläge bringen, was man noch am Unterricht verbessern kann.

Hier sind die Links zu meinen Profilen.

Liste von Kursen

Publikationen

  • M. Hermann:
    Der Interaktionsprozess bei Tangible Interaction – Entwicklung und Analyse eines Interaktionsmodells – Richtlinien zur Verwendung beim Design, doctoral thesis, 2013.
  • M. Hermann and M. Weber:
    When Three Worlds Collide: A Model of the Tangible Interaction Process
    In Proceedings of the 21st OZCHI Conference, Melbourne, 2009.
    [PDF] [BIBTEX]
  • J. Elsholz, G. de Melo, M. Hermann and M. Weber:
    Personalizable Ambient Fixture
    To be published in the Pervasive and Mobile Computing (PMC) Journal, 2008.
  • J. Elsholz, M. Hermann, G. de Melo and M. Weber:
    Personalizable Ambient Fixtures
    In Proceedings of the 4th IET International Conference on Intelligent Environments,
    The Institution of Engineering and Technology, London, 2008.
  • M. Weber and M. Hermann:
    Advanced Hands and Eyes Interaction
    In Handbook of Research on Ubiquitous Computing for Real Time Enterprises,
    Information Science Reference, January 2008, 445-469
    [BIBTEX]
  • M. Hermann, T. Mahler, G. de Melo and M. Weber:
    The Tangible Reminder
    In Proceedings of the 3rd IET International Conference on Intelligent Environments,
    The Institution of Engineering and Technology, London, 2007, 144-151
    [PDF] [BIBTEX]
  • S. Schlott, M. Hermann, C. Nikolopoulos and M. Weber:
    Docs ’n Drugs – Fallorientierte, webbasierte Aus- und Weiterbildung in der Medizin
    8. DVMD-Tagung, April 2004, 39-43
    [PDF] [BIBTEX]
  • M. Hermann, E. Himmelsbach, A. Seitz and M. Weber:
    Ein Laborwerkzeug für Klinische Medizin am Beispiel von Docs ’n Drugs Rechnergestützte Lehr- und Lernsysteme in der Medizin,
    Shaker Verlag Aachen, 2003
    [PDF] [BIBTEX]