Baby- und Kinderkosmetik

Endlich! Das Buch „Baby- und Kinderpflege – natürlich selbst gemacht“ von meiner Frau ist im Verlag Freya erschienen. Das Buch enthält viele Grundlagen und zahlreiche Rezepte, alle vegetarisch, viele vegan, zum Selbstrühren. Durch das eigene Zusammenstellen wird auf künstliche Stoffe, Konservierungsmittel sowie allergene Parfümöle verzichten. Die Grundzutaten sind Pflanzenöle und Blütenwasser.

Nachdem wir die beiden Ringbücher „Naturseifen einfach selbst gemacht“ und „Hausgemachte Naturkosmetik“ im eigenen Verlag (Waldfaun) veröffentlicht hatten, diese aber nur über die Homepage vertreiben, sind wir jetzt stolz, Baby- und Kinderpflegedass das neue Buch auch in Buchhandlungen verkauft wird.

Nach den beiden Rezeptsammlungen, welche parallel zu den Volkshochschulkursen meiner Frau zum Seifensieden und Kosmetikrühren entstanden, vertiefte sie sich nach zahlreichen Anfragen in das Rühren von Kosmetik speziell für Kinder und Babys, die eine viel empfindlichere Haut haben als Erwachsene.

Gemeinsam drapierten wir die gerührten Salben, Cremes und Lotionen sowie die Zutaten, und konnten so auch viele eigene Fotos zum Buch beisteuern.

Das Buch gibt es z.B. auf Amazon zu bestellen: http://www.amazon.de/dp/3990252518

Viel Spaß beim Lesen und Rühren allen Müttern und Vätern, aber auch den Großeltern, Tanten und Onkels.

Dekonom?

Ein seltsames Rätsel gab uns ein Grabstein-Säule mit vier beschrifteten Seiten im Kemptener Wald auf, den wir im Mai bewanderten. Dort stand in altertümlichen Lettern auf einer Seite ein Wort, das aussah wie „Dekonomensgattin“, und auf einer anderen Seite „Dekonomsgattin“. Da weder meine Frau noch ich das Wort bisher gehört hatten, machten wir uns zu Hause sogleich daran, den Begriff im Internet zu suchen. Und tatsächlich gab es einige Treffer in den einschlägigen Suchmaschinen. Allerdings waren die Treffer immer Links auf alte Bücher, Listen von verstorbenen Leuten etc. Es gab nirgendwo eine Erklärung, was ein Dekonom sein könnte. Schließlich kam die Erleuchtung: Als wir die Fotos und einige der Links noch einmal genau untersuchten, stellten wir fest, dass das vermeintliche große D in Wirklichkeit ein großes O war. Die stark geschmückten Großbuchstaben der alten Schrift hatten hier sowohl uns als auch einige Schrifterkennungs-Algorithmen getäuscht.

Aber vergleicht oekonom-nicht-dekonomselbst: Hättet ihr das auf Anhieb (ohne Referenzbuchstaben) erkannt? In einem der eingescannten Bücher, die wir über eine Suchmaschine gefunden hatten, fanden wir dann tatsächlich auch Worte, bei denen wir eindeutig das große D und das große O unterscheiden konnten.

Also wurde aus unserem neuen Wort Dekonom der Oekonom bzw. Ökonom – und den gibt es ja heute noch…

Was lernen wir daraus? Nur weil man im Internet bei der Suche ein paar Treffer landet, kann es sich durchaus um fehlerhafte Informationen handeln.

Und was lernen wir noch? Typografie sollte man nicht auf die leichte Schulter nehmen. Als Designer sollte man immer beachten, dass eine falsch verwendete Schriftart den Text schnell unleserlich macht – nicht nur für Menschen.

XML Tools Plugin für Notepad++

In einer Vorlesung zum Thema XML habe ich nach einem freien Texteditor gesucht, der Text-Hervorhebungen für XML besitzt, eine Prüfung auf Wohlgeformtheit durchführen kann und auch eine Validierung (z.B. mit einer DTD) durchzuführen vermag. Nach kurzer Recherche bin ich auf ein Plugin für den Notepad++ gestoßen, den ich seit Jahren gern verwende.
Das Plugin ließ sich problemlos installieren und brachte tatsächlich die Funktionen mit sich, die ich haben wollte.
In den ersten Vorlesungsstunden funktionierte alles wunderbar. Die Wohlgeformtheit von XML-Dokumenten konnte überprüft werden, wir entwickelten eine CSS-Datei zum Anzeigen im Browser und machten uns schließlich an das Schreiben einer DTD für die XML-Datei.
Plötzlich hatten die Studenten teilweise Dateien, die von Notepad++ bzw. vom Plugin nicht gefunden werden konnten, wenn man eine Validierung durchführen wollte. Es erschien immer ein Popup mit der Meldung „Unable to load the DTD xyz.dtd“. Beim Durchsehen der Dateien fiel mir nichts besonderes auf. Auch im Netz wurde ich nicht fündig, es gibt zwar ein paar (schon ältere) Fragen bezüglich dieses Fehlers, aber ich fand keine Antwort.
Also blieb mir nichts anderes übrig als zu Hause ein Weilchen herumzuprobieren. Zuerst dachte ich, es liegt vielleicht an der Kodierung der Zeichen in der Datei. Das half aber auch nichts.
Die Lösung war schließlich, dass es mehr als eine Fehlerquelle gab. Dies zeigt wieder einmal, dass Fehlertexte den Fehler doch besser beschreiben sollten (und vor allem verschiedene Fehler unterscheiden sollten).

  1. Das Plugin reagiert in der DTD auf jeden Fehler, d.h. sobald eine Klammer fehlt, ein falsches Zeichen enthalten ist oder ähnliche kleine Fehler enthalten sind, wird der oben genannte Fehler ausgegeben. Sind alle Fehler behoben, geht es wieder.
  2. Die zweite Fehlerquelle ist tatsächlich die Kodierung: Mit UTF-8 kodierte dtd-Dateien wollte das Tool nicht lesen, nur mit ANSI kodierte dtds (die keine Fehler enthalten), konnten für die Validierung einer XML-Datei verwendet werden.

Pilgerhut (Jakobsweg)

Vor einigen Jahren beschlossen wir mit ein paar Freunden, etappenweise den Jakobsweg zu bewandern. Nicht unbedingt, um nach Santiago de Compostela zu pilgern, sondern weil wir gerne wandern. Nun ist es ja so, dass es „den“ Jakobsweg eigentlich nicht gibt. Wollte man im Mittelalter zur Grabstelle des heiligen Jakobus reisen, so begann die Reise direkt vor der Tür und endete bei Santiago de Compostela. Heute soll nach einer europäischen Nomenklatur nur der letzte Abschnitt (Puente la Reina bis Santiago) im Norden Spaniens Jakobsweg genannt werden, alle übrigen Wege heißen demnach jetzt „Wege der Jakobspilger“. Wir sind demnach einen „Weg der Jakobspilger“ gelaufen, und auch nur ein kleines Stück, nämlich zwischen Christgarten und Neresheim. Eine sehr schöne Kirche (St. Sola Kirche) durften wir in Kösingen bewundern. Der Pfarrer führte uns sogar in das Zimmer hinter dem Altar, die Sakristei das damals noch nicht für die Öffentlichkeit zugänglich war. In der SchwäPo gab es dazu am 21.8.2013 einen Artikel, der aber leider nur für Abonnenten online zu lesen ist.

JakobsmuschelVielerorts sehen wir am Wegesrand heute beim Wandern die stilisierte Jakobsmuschel. Das Zeichen (oft in Verbindung mit einem gelben Pfeil, der die Richtung anzeigt) weist einem den richtigen Weg. Warum die Jakobsmuschel? Jeder Pilger, welcher sein Ziel erreichte, erhielt dort früher eine solche Muschel. Diese steckte er sich an den Pilgerhut oder die Pilgertasche oder an seinen Pilgerstock. Dadurch erkannten sich die Jakobspilger und auch Nicht-Pilger wussten, wer bereits den mühsamen Weg bis zur Grabstätte des heiligen Jakobus auf sich genommen hatte.
Zahlreiche Statuen und Gemälde des Mittelalters [1] [2] [3] [4] [5] [6] [7] zeigen Pilger mit breitkrempigen Hüten, an denen eine solche Muschel steckt. Bei manchen Gemälden, besser aber bei den Statuen kann man erkennen, dass die Hüte aus Filz gewesen sein mussten – eigentlich waren fast alle mittelalterlichen Hüte gefilzt. Das Material (Wasser, abgestandenem Urin und Schafwolle) war billig, die Herstellung bedurfte keiner weiteren Hilfsmittel wie bei vielen anderen Handwerkskünsten und das Ergebnis war wasserdicht und nahezu feuerfest.

Als meine Frau im Jahr 2005 die Filzkunst als Handwerk entdeckte, waren es vor allem mittelalterliche Hüte, die sie zum Erlernen desselben anspornten. Da ließ auch der erste Pilgerhut nicht lange auf sich warten. Inzwischen hat sie einige handgefilzte Pilgerhüte geschaffen. Besonders freue ich mich schon darauf, einige ihrer Hüte im Film „Die Pilgerin“ zu sehen, der momentan noch in Produktion ist. Hier sind ein paar ausgewählte Hüte abgebildet. Wer selbst auf Pilgerreise gehen will und noch eine Pilgerausrüstung sucht, kann einen der handgemachten Filzhüte auf der Filzseite Zauberreigen kaufen.

Erste Borte mit Rohseide

Nachdem meine Frau begonnen hatte, Filzhüte selbst zu filzen, stellten wir fest, dass Brettchenborten ganz schön teuer sind. Da es aber einige Anleitungen im Netz gibt und man nicht sonderlich viel außer den Brettchen und einem Schiffchen und natürlich dem Garn benötigt, habe ich beschlossen, das auch einmal zu probieren. Die erste Borte ist noch nicht perfekt, wobei auch das Material (selbstgefärbte Rohseide) nicht gerade sonderlich gut durch die Löcher in den Brettern läuft.

Trotzdem bin ich zufrieden. Vor allem die Farben der selbstgefärbten Seide (Krapp-Rot und Holunder-Blau) kommen sehr schön heraus. Es wird sicher nicht die letzte Borte bleiben.

Hier ein Bild der Borte:

Dissertation veröffentlicht

Endlich geschafft – meine Doktorarbeit ist veröffentlicht:

Die Dissertation mit dem Titel „Der Interaktionsprozess bei Tangible Interaction – Entwicklung und Analyse eines Interaktionsmodells – Richtlinien zur Verwendung beim Design“ ist erhältlich im Verlag Dr. Hut mit der ISBN 978-3-8439-0836-8.

Abstract
Tangible Interaction ist als Teilgebiet der Human Computer Interaction ein multidisziplinäres Gebiet. Seit den ersten Prototypen von Systemen mit Interfaces, welche durch ihre Verkörperung von digitalen Informationen in der Realität eine einfachere Möglichkeit der Manipulation darstellen, wuchs das Anwendungsgebiet fast explosionsartig.
Neuartige Technologien erlauben günstigere und kleinere Sensoren und größere Bildschirme, so dass immer neue Möglichkeiten für die Interaktion zwischen Mensch und Computer entstehen.
Diese Arbeit befasst sich mit der Entwicklung eines generischen Modells des Interaktionsprozesses von Tangible Interaction.
Mithilfe des Modells kann der Prozess auf kritische Stellen hin untersucht werden. Diese wiederum bieten einen Ansatz, um das Design von Tangible Interaction Systemen durch Designrichtlinien zu optimieren.

Hicksches Gesetz / Gesetz von Hick

William Hick (ein britischer Psychologe) untersuchte in den 50er Jahren die Geschwindigkeit des Wahrnehmungs- und Informationsverarbeitungsprozesses. Bei seinen Experimenten stellte er die Aufgabe, eine bestimmte Information aus einer Liste von Informationen auszuwählen. Er maß Änderung der Selektionsdauer, wenn die zu durchsuchende Liste vergrößert wurde [1]. Die Auswertungen der Experimente ergaben eine logarithmische Kurve, die er mit folgender Formel für die Entropie der Entscheidung annähern konnte:

Formel im MathML Format (nicht in allen Browsern funktionsfähig):

H=inpilog2(1pi+1)

Formel als Image-Datei:

Die Entropie H ergibt sich aus der Summe der Wahrscheinlichkeiten (pi) der möglichen Auswahlen (i) multipliziert mit einem logarithmischen Wert (wobei n die Anzahl der Möglichkeiten darstellt). Der Logarithmus deutet dabei auf die Tatsache hin, dass wir Menschen in Listen nicht linear suchen. Wir versuchen vielmehr, diese in Kategorien zu gliedern. Dadurch können wir in jedem Schritt die Hälfte der Möglichkeiten ausschließen.

Bemerkung:
In der HCI wird das Hicksche Gesetz z.B. dafür verwendet, verschiedene Menüaufteilungen in grafischen Benutzeroberflächen zu vergleichen und entscheiden zu können, welche am effektivsten ist.

[1]: William Edmund Hick. On the rate of gain of information. Quarterly Journal of Experimental Psychology, 4(1):1126, 1952.

Alte Künstler-Homepage

Nach mehreren Jahren habe ich meine Homepage mal wieder aktualisiert. Dabei habe ich beschlossen, das Design meiner alten Künstler-Homepage wegzulassen. Da ich das Design aber sehr mag, habe ich ein Bild hochgeladen, wo man sehen kann, wie es einmal ausgesehen hat. Na ja, es sah zwar gut aus, war aber fürs Aktualisieren ungeschickt…

Hier ist das alte Layout:

Die alte Version der Seite bleibt noch online bis ich entscheide, sie zu löschen… sie ist jetzt hier zu finden: Alte Künstlerhomepage

Djembe

Die Djembe ist eine westafrikanische Trommel aus einem ausgehölten Baumstamm, der mit Ziegenfell bespannt ist. Die Djembe ist auch in Deutschland sehr beliebt, da sie über ein großes Klangrepertoir verfügt. Ich selbst bin einerseits über die Bauchtanzmusik meiner Frau, andererseits über das Mittelalterhobby und über die Musische Werkstatt der Universität Ulm auf die Djembe aufmerksam geworden. Die Gruppe Angaheym, gute Freunde von uns, benutzten für ihre Dudelsackmusik ebenfalls eine Djembe, da sie durch ihre Lautstärke den Dudelsäcken und Sackpfeifen standhalten konnte.

djembeBald musste eine Djembe her. Ich erkundigte mich bei Bekannten, die bereits Djemben besaßen, worauf man achten sollte. In Ulm bekam ich schließlich „meine“ Djembe, die mir nun schon über ein Jahrzehnt gute Dienste leistet. Selbst den Auftritt während meines Zivildienstes im integrierten Kindergarten hat sie gut überlebt.

Wer afrikanische oder orientalische Rhythmen liebt, wird mit einer Djembe glücklich werden. Ursprünglich waren diese Trommeln als Solo-Instrumente oder in Verbindung mit weiteren Djemben als Ensemble verwendet worden. Inzwischen wird die Djembe aber auch gern als Begleitung verwendet. Gerade in der Pseudo-Mittelalter-Musik wird das Instrument gern verwendet.

Die Filzseite meiner Frau

Im Jahr 2007 erfüllten meine Frau Inés und ich uns einen lange ersehnten Traum: an einem Mittelaltermarkt teilzunehmen. Inés hatte inzwischen so viel Übung mit dem Filzen erlangt, dass sie eine Filzstube für Kinder anbieten konnte. Auf Burg Katzenstein fand das Spektakel schließlich statt. Wir wurden von der Flut von Kindern überrannt, die alle mit uns filzen wollten und kamen kaum dazu, uns etwas zu Essen zu holen. Aber es hat uns beiden so viel Spaß gemacht, dass wir beschlossen, das öfter anzubieten.

Für die Präsentation der Filzarbeiten meiner Frau erstellte ich eine Homepage. Für das Design nahmen wir Filzstücke, die Inés extra dafür anfertigte. Inzwischen müssten wir sie mal überarbeiten. Aber als Erinnerung an all die gefilzten Blüten, Hüte und Taschen funktioniert die Seite noch sehr gut.
http://www.zauberreigen.de

Hier ein Link zur Seite:
Zauberreigen